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Steuerliche Hinweise und Tipps (Gelesen: 1998 mal)
AUPAIR-Chef
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Steuerliche Hinweise und Tipps
20.10.2012 um 13:15:51
 
So können Eltern ihre Steuerlast verringern

Eine gute Nachricht für Familien kommt aus Berlin: Mitte März hat der Bundestag beschlossen, die finanzielle Belastung von Eltern zu verringern. Danach werden künftig mehr erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten steuerlich abzugsfähig sein als bisher. Das Gesetz soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2006 gelten.

Die neue Regelung gilt für Kinder bis 14 Jahre. Anerkannt werden zwei Drittel der tatsächlichen Aufwendungen, höchstens jedoch 4.000 Euro pro Kind, die steuerlich wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten behandelt werden, also abgesetzt werden dürfen. Somit können all jene Eltern aufatmen, die wegen ihrer eigenen Berufstätigkeit Kosten für die Betreuung ihrer Kinder aufwenden müssen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um einen arbeitenden alleinerziehenden Elternteil oder um ein doppelt verdienendes Paar handelt. Bisher war es so, dass bestimmte Kinderbetreuungskosten nur dann von der Steuer abgesetzt werden konnten, wenn diese den Betrag von 1.548 Euro überschritten. Ab 2006 können erwerbsbedingte Aufwendungen für Kinder, die zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, bereits ab dem ersten Euro geltend gemacht werden, und zwar bis zu einer Höhe von maximal 6.000 Euro. Davon können bis zu zwei Drittel - also maximal 4.000 Euro - als abzugsfähige Kosten anerkannt werden. Was darüber hinausgeht müssen die Eltern weiterhin selber tragen. Auch bei einem geringeren Aufwand, z. B. in Höhe von 1.000 Euro, gilt künftig die Zwei-Drittel-Regel: Unter den genannten Bedingungen sind davon 666 Euro abzugsfähig und die übrigen 333 Euro von den Eltern selbst zu tragen. Auch wenn nur ein Elternteil erwerbstätig und der andere behindert, dauerhaft krank oder in Ausbildung ist, gilt die Regelung analog. Die entsprechenden Aufwendungen werden dann als Sonderausgaben anerkannt.   Zwinkernd

Für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren soll der Steuervorteil unabhängig von der Berufstätigkeit des zweiten Partners gelten.

Grundsätzlich nicht abzugsfähig sind Aufwendungen wie Schulgeld, Nachhilfe oder Musikunterricht. Auch sportliche oder andere Freizeitbetätigungen gehören nicht zu den Leistungen, die sich steuermindernd auswirken. 

Abzugsfähig hingegen sind beispielsweise Ausgaben für Kindergarten, Hort, Tagesmutter, ein Au-pair-Mädchen oder die Hausaufgabenbetreuung.


Quelle: Bundessteuerberaterkammer
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Re: Steuerliche Hinweise und Tipps
Antwort #1 - 20.10.2012 um 13:16:19
 
Hier einige weitere interessante Informationen über die steuerliche Behandlung


(openPR) - Viele Familien lassen sich bei der Betreuung ihrer Kinder durch ausländische Au-pairs unterstützen. Neben dieser Hauptaufgabe sollen Au-pairs bei leichten Haushaltsarbeiten mithelfen. Dafür zahlen die Gasteltern ein Taschengeld von 260 EUR pro Monat, gewähren freie Kost und Logis, tragen die Beiträge zur Kranken- und Unfallversicherung, ggf. die Vermittlungsprovision und häufig auch die Reisekosten. Üblich ist auch, dass die Kosten für eine Monatskarte des örtlichen Nahverkehrs sowie für Sprachkurse zumindest teilweise übernommen werden.

Die Frage ist, ob diese Aufwendungen für Au-pair-Mädchen als Kinderbetreuungskosten abgesetzt werden können. Genau diese Frage hatte die FDP kürzlich im Deutschen Bundestag gestellt. Worauf die Bundesregierung lapidar antwortete: "Derartige Aufwendungen können bereits nach geltendem Recht nach § 35a Abs. 1 EStG berücksichtigt werden" (BT-Drucksache 16/773 vom 27.2.2006, S. 3).

Diese Antwort ist in zweifacher Hinsicht unbefriedigend: Zum einen beantwortet sie die Frage gar nicht und zum anderen ist sie u. E. falsch. Denn Aufwendungen für ein Au-pair können eben nicht nach § 35a Abs. 1 EStG von der Steuerschuld abgezogen werden, weil weder eine geringfügige Beschäftigung noch eine sozialversicherungspflichtige Anstellung vorliegt. Vielmehr ist ein Au-pair-Verhältnis ein Betreuungsverhältnis besonderer Art, für das keine Sozialabgaben und auch keine Pauschalabgabe zu zahlen sind.

Die Aufwendungen für ein Au-pair waren bis 2005 als Kinderbetreuungskosten nach § 33c EStG absetzbar. Wir wissen aber auch von Fällen, in denen die Anerkennung verweigert wurde mit der Begründung, Au-pairs würden hauswirtschaftliche Arbeiten verrichten. Wenn manche Finanzbeamten hier schon Erbsen zählen, dann doch bitte richtig: Die Kosten für Haushaltshilfen sind zumindest teilweise absetzbar, "soweit sie das Kind betreuen" (H 195 EStR 2005). Von einer solchen Aufteilung ist abzusehen, "wenn die anderen Leistungen von untergeordneter Bedeutung sind" (R 33c Abs. 2 Satz 5 EStR 2005). Genau dies ist bei Au-pairs der Fall, denn die Kinderbetreuung steht im Vordergrund, und die leichten Haushaltsarbeiten sind von nur untergeordneter Bedeutung. Für die Erbsenzähler noch ein Hinweis am Rande: Die Essenszubereitung für die Kinder zählt zur Kinderbetreuung.

So wie die Aufwendungen für ein Au-pair bis 2005 als Kinderbetreuungskosten nach § 33c EStG anerkannt wurden, so müssen sie auch nach der Neuregelung ab 1.1.2006 als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben oder als Sonderausgaben anerkannt werden. Neu ist aber nun die Bedingung, dass der Kinderbetreuer eine Rechnung ausstellt. Darf ein Au-pair das? Hier soll nach Auskunft des Bundesfinanzministeriums die Vorlage des Au-pair-Vertrages genügen, und das Taschengeld muss auf ein Konto des Au-pairs überwiesen werden.

Mehr zu diesem Thema bietet das Steuerfachportal www.steuerrat24.de im Beitrag "Ab 2006 verbesserte Abzugsmöglichkeiten für Kinderbetreuungskosten", den Sie in der Rubrik "Kinder" finden.

Quelle: opepr  3.5.2006
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Re: Steuerliche Hinweise und Tipps
Antwort #2 - 20.10.2012 um 13:16:43
 
Eltern, die sich in diesen Tagen ihrer 
Steuererklärung für 2006 widmen, können dem Fiskus erstmalig einen 
größeren Anteil der Betreuungskosten für ihre Sprösslinge in Rechnung
stellen. So dürfen Doppelverdiener und Alleinerziehende zwei Drittel 
ihrer Ausgaben  absetzen, solange die Kinder nicht älter als 13 Jahre
sind. Arbeitet nur ein Elternteil, akzeptiert der Finanzbeamte zwei 
Drittel der Aufwendungen für Kinder von drei bis fünf Jahren. Die 
Obergrenze liegt jeweils bei 4000 Euro. Wichtig: Dieses Limit ist 
kein Pauschbetrag, sondern muss im Einzelnen nachgewiesen werden. Das
Finanzamt will die Rechnung sehen sowie einen Beleg, dass der 
Steuerzahler den Betrag überwiesen hat.

   Ins Gewicht fallen alle Ausgaben, die die Eltern für die 
"behütende und beaufsichtigende Betreuung" ihres Nachwuchs zahlen. 
Darunter fallen Beiträge für Kindergärten und Kitas, der Lohn für 
Babysitter oder Tagesmütter sowie Gehalt oder Unterhalt für 
Haushaltshilfen und Au-Pair-Mädchen, soweit diese die Kinder beim 
Spielen oder bei den Hausaufgaben beaufsichtigen. Nicht absetzbar 
sind die Ausgaben für das Freizeitvergnügen der Kids, also zum 
Beispiel Vereins- oder Musikschulbeiträge.

   Tipp: Oft hüten auch die Großeltern die Kinder - natürlich 
unentgeltlich. Doch selbst, wenn die Betreuungspersonen keine 
Rechnung stellen, können die Eltern ihnen zumindest die Fahrtkosten 
erstatten und diese steuermindernd geltend machen. Voraussetzung: Der
Babysitter stellt den Eltern eine "Quittung über Nebenkosten" aus 
(aktuelles BMF-Schreiben vom 19.1.2007, IV C 4-S2221-2/07, Tz. 3). 
Mehr Infos: www.bundesfinanzministerium.de, Rubrik Aktuelles, 
BMF-Schreiben.
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AUPAIR-Chef
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Re: Steuerliche Hinweise und Tipps
Antwort #3 - 20.10.2012 um 13:17:04
 
Danke für die hilfreichen Infos    KussKuss
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Re: Steuerliche Hinweise und Tipps
Antwort #4 - 20.10.2012 um 13:17:45
 
für diese hilfreichen Informationen möchte ich auch Danke sagen!    Kuss  Kuss
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